Retten - Löschen - Bergen

Chronik bis 2010

75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Auringen

Vereinschronik von 1935 - 2010


Das Feuerlöschwesen vor 1934

In den frühesten Jahren des Bestehens der Gemeinde Auringen waren die Feuerlöschgeräte wie Leitern, Feuerhaken und Löscheimer in einem kleinen „Spritzenhaus“ in der Straße „In der Hohl“ untergebracht, welches auch gleichzeitig als Ortsgefängnis diente. Zu dieser Zeit drohte man den Kindern, die man beim Diebstahl von Äpfeln ertappt hatte: „ Ihr werdet eingesperrt in der Hohl!“, und man meinte damit das Spritzenhaus.

Bis zum Jahre 1864 hatten die Gemeinden Auringen und Naurod gemeinsam eine Feuerspritze, die allerdings von Hand bedient werden musste. Diesen Übelstand sollte auf jeden Fall abgeholfen werden und so wurde bei dem Fabrikanten Emil Roth aus Idstein eine Feuerspritze für Auringen bestellt und geliefert. Gleichzeitig wurde auch der Bau eines neuen Spritzenhauses in Angriff genommen, welches an der Ecke „Kaiserstraße – Guldenmüllerweg“ (heute Alt Auringen – Guldenweg) im Jahre 1866 für 339 Gulden und 28 Kreuzer errichtet wurde. Als erster Spritzenmeister fungierte Nikolaus Schwab und die Spritze wurde zum ersten mal bei einem Brand in Eppstein eingesetzt.



Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1934/1935 und die Zeit bis 1939

Am 7. Dezember 1934 wurden vom Ortspolizeivorsteher Ferdinand Stamm zwölf Männer bestimmt, die ab sofort eine „ Freiwillige Feuerwehr“ darstellten. Im selben Monat, nämlich am 24. Dezember wurde dieses dann in der Turnhalle durch Ferdinand Stamm offiziell verkündet. Die eigentliche Gründerversammlung fand am 6. Januar 1935 im Gasthaus Stamm statt.

Der Provinzialfeuerwehrführer Diel aus Wiesbaden ernannte Eduard Schreiner zum ersten Wehrführer. Dieser wiederum wählte aus den Reihen der inzwischen auf 19 angewachsenen Mitglieder zu seinem Mitarbeiterstab: stellvertretender Wehrführer Karl Ruf, Schriftführer Helmut Dörr, Kassierer Willi Ruf und Beisitzer Erwin Häuser, Paul Esaias, Karl Rühl, Bernhard Beltz. In den folgenden Jahren wurde die Wehr durch Einberufung ihrer Mitglieder zum Militärdienst arg in Mitleidenschaft gezogen. Es fanden ab 1937 keine ordentlichen Versammlungen mehr statt und eine Aufzeichnung des Vereinsgeschehen fehlt vollkommen.



Die Auringer Feuerwehr während des 2. Weltkrieges

Im Jahre 1942 wurde angeordnet, dass wegen der erhöhten Brandgefahr durch Fliegerbomben, Feuerlöschteiche anzulegen sind. In Auringen wurde aus diesem Grunde der Wäschbach an geeigneter Stelle angestaut und auf dem Gelände des Turnvereins an der Turnhalle ein großer Feuerlöschteich geschaffen.

1943 bekam die Auringer Feuerwehr auch eine Motorspritze, die zum ersten mal beim Brand der „Reitzenmühle“ im November 1943 eingesetzt wurde. Flugzeuge hatten eine Unmenge von Phosphor-Brandbomben über der ganzen Gegend abgeworfen und auch die Mühle getroffen.

Während die Auringer bisher weitgehendst von Bombenabwürfen verschont geblieben waren, so erlebte der Ort am 2. Februar 1945 den stärksten Angriff. Ein in Richtung Königsstein fliegender Bomberverband warf vor allen Dingen im Unterort seine Bombenlast ab, so das im Nu 15 Bauerhöfe, dass Forsthaus und die Schule in Flammen standen oder durch Sprengschäden zerstört waren.



Die Widergründung der Freiwilligen Feuerwehr 1945 und die Zeit der Pflichtfeuerwehr bis 1961

Auf Anordnung der Militärregierung wurde die „Freiwillige Feuerwehr“ Auringen am 22. November 1943 unter Aufsicht des Bürgermeisters Schwab im Gasthaus „Hinkelhaus“ wieder ins Leben gerufen. Anwesend waren zehn alte Mitglieder und Karl Ruf wurde zum Ortsbrandmeister gewählt.

Nachdem die schwierigen ersten Nachkriegsjahren überwunden waren, konnte die Qualität der Ausrüstung erheblich verbessert werden. Durch eine große Zahl von Flüchtlingen war die Auringer Bevölkerung sprunghaft angewachsen, jedoch die Mitgliederzahl der Feuerwehr hinkte hinter den Erfordernissen hinterher. Die Zustände verschlimmerten sich zusehends und der Vorstand fasste im Februar 1950 den Beschluss, dass aktive Mitglieder, die dreimal unentschuldigt fehlten, aus der Mitgliederliste gestrichen werden. Auch dieses half nur wenig und so wurde am 17. Dezember durch den Beschluss der Gemeindevertretung eine so genannte Hilfsfeuerwehr verpflichtet. Im Jahre 1950 bot sich der Gemeinde Auringen die Gelegenheit das Grundstück Schloßgasse 2 zu erwerben. Der Elsässer Erich Abt hatte dieses Grundstück 1949 von den Erben des Peter Dörr gekauft und eine Konservenfabrik darauf errichtet. Da ihm die Mittel ausgingen, sah er sich zum Wiederverkauf gezwungen. Die Gemeinde erwarb das Gelände und konnte in dem Fabrikgebäude die Motorspritze und die übrigen Löschgeräte der Freiwilligen Feuerwehr unterbringen.

In den folgenden Jahren wird der Übungsbetrieb etwas besser. Da glücklicherweise in den Jahren 1954 – 1957 keine Brände in Auringen ausbrechen, macht sich wieder ein gewisser Schlendrian in den Übungen breit, den Ortsbrandmeister Karl Ruf aber unermüdlich bekämpft. Zu dieser Zeit werden für den Transport von Mannschaft und Gerät die Firmen-Lkw der Schreinerei Zollmann und der Molkerei Rieser benutzt.

Das Jahr 1961 ist gekennzeichnet durch zwei gravierende Einschnitte in dem Feuerwehrleben. Da sich durch den Eintritt von 24 neuen Aktiven die Mitgliederzahl schlagartig erhöht, wird von Seiten der Gemeinde die Pflichtfeuerwehr aufgelöst. Die Feuerwehr ist wieder eine reine „Freiwillige“.



Das erste motorisierte Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr und die Zeit bis 1970

Der erworbene Mannschaftswagen wird von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr in vielen Freizeitstunden in ein LF 8 (Löschgruppenfahrzeug) mit eingeschobener TS (Tragkraftspritze) zum Transport der Mannschaft und der Geräte umgebaut. Am 10. Februar 1962 wird Hermann Baum zum Ortsbrandmeister gewählt. Karl Ruf, der - nur durch die Kriegsjahre ununterbrochen – ständig als Ortsbrandmeister oder stellvertretender Ortsbrandmeister an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr stand, wird zum „Ehrenortsbrandmeister“ ernannt. Die Amtszeit von Hermann Baum währte nur ein Jahr und am 25. Januar 1963 wird Emil Ruf zum Ortsbrandmeister gewählt. Emil Ruf und Walter Leukel setzen sich in den Folgejahren dafür ein, dass die Feuerwehr eine intensive Ausbildung erhält und auch an Wettkämpfen teilnimmt. Als erster Erfolg springt ein zweiter Platz beim Wettkampf in Hofheim 1966 heraus. Die Gemeindevertretung und Bürgermeister Wagenführ setzen sich dafür ein, dass im Jahre 1969 ein neues Feuerlöschfahrzeug gekauft werden soll. Außerdem beschließt man den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses auf dem Gelände hinter der Turnhalle. Das Fahrzeug wird am 16. Februar 1970 an die Freiwillige Feuerwehr Auringen übergeben.



Der Bau des neuen Gerätehauses

Da die Feuerwehr nun zwei Fahrzeuge besitzt und die Verhältnisse im Gerätehaus in der Schloßgasse immer enger werden, muss der Bau des neuen Gerätehauses beschleunigt werden. Die Finanzkraft der Gemeinde gestattet es aber nur, einen Teil der Baukosten zu tragen. Bürgermeister Wagenführ vertrat deshalb die Ansicht, die Feuerwehr könnte doch unter fachlicher Anleitung der Baufirma von Herbert Bergmann den Rohbau selbst erstellen. Viele freiwillige Helfer begannen dann im Mai 1971 mit dem Bau. Als besonderer Glücksfall erwies sich hierbei der Eintritt von zehn jungen Kameraden im Jahre 1970. In der Chronik der Gemeinde Auringen kann man nachlesen, dass die Selbsthilfe der Feuerwehrmänner beim Bau einem geldlichen Wert von nicht weniger als 100.000.- DM entspricht.

Am 9. Februar 1973 konnte erstmals im Saal des neuen Gerätehauses die Jahreshauptversammlung abgehalten werden. Hierbei wird die Gründung einer Jugendfeuerwehr beschlossen, da das neue Gerätehaus erstmals die Gelegenheit zu einer sinnvollen Jugendarbeit bietet. Fahnen und Girlanden schmücken das Haus, als vom 24. August bis 21. September 1973 das „Fest der Feuerwehr“ stattfand. Am 25. August 1973 wurde das Gebäude durch den neuen Bürgermeister Fred-Dieter Toman seiner Bestimmung übergeben.



Die Eingemeindung zur Stadt Wiesbaden und die Zeit von 1973 bis 1995

Am 1. März 1974 wurde der nach dem „Hessischen Brandschutzhilfeleistungsgesetz von 1970“ notwendigen Schritte vollzogen, die Freiwillige Feuerwehr in einen eingetragenen Verein und eine öffentlich-städtische Abteilung aufzuteilen. Seitdem stehen an der Spitze der Vereinsvorstand und parallel dazu der Feuerwehrausschuß. Im September 1976 wird eine Mädchenjugendfeuerwehr gegründet.

Der Neujahrstag 1977 brachte dann mit der Eingemeindung nach Wiesbaden nicht nur für die Auringer Bürger allgemein, sondern auch für die Feuerwehr einige gravierende Änderungen. Die Berufsfeuerwehr Wiesbaden nahm sämtliche Ausrüstungs- und Bekleidungsgegenstände in ihre Obhut. Die Wartung der Fahrzeuge und des Gerätehauses wird von Beamten der Berufsfeuerwehr überwacht, die Lehrgänge finden nun regelmäßig statt. Im Jahre 1981 wird ein Mannschaftstransportfahrzeug durch die Berufsfeuerwehr übergeben. Am 20. August 1982 tritt Walter Leukel vom Amt des Wehrführers zurück und Dietmar Ertl wird sein Nachfolger. Im Juni 1984 tritt dann die Freiwillige Feuerwehr Wiesbaden-Auringen dem Katastrophenschutz bei und erhält im Februar 1985 ein neues Rüstfahrzeug Fahrzeug des KS. Das wohl größte Ereignis in der jüngeren Feuerwehrgeschichte war das 50-jährige Jubiläum im Juni 1985. Nach langem hin und her konnte endlich das Festzelt auf dem Auringer Sportplatz errichtet werden und am Donnerstag, den 6. Juni wurde das Fest durch den Schirmherren Günter Müller mit einem Bieranstich eröffnet. Über eine Zeltdisco am Freitag und die akademische Feier mit Programm am Samstag kam man dann zum Sonntag, an dem der Festzug stattfand. Hier hatte der Wettergott kein Einsehen mit den Florianjüngern aus nah und fern und öffnete des Himmels Schleusen zu einem wahren Wolkenbruch. Der einzige Lichtblick an diesem Tag war die Musikkapelle Tiri Tari aus Wiesbadens Partnerstadt San Sebastian. Doch trotz dieser Widrigkeiten konnte man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen. Anlässlich des Jubiläums wurde auch die neue Feuerwehrstandarte eingeweiht, die durch eine Initiative der Ehefrauen des Vorstandes mit Hilfe von vielen Spendern angeschafft werden konnte. Im Sommer des Jahres 1985 wurde auch die Luftschutzsirene auf dem alten Spritzenhaus in der Schloßgasse demontiert; die als einzige Sirene im alten Ortskern auch die Feuerwehr alarmierte. Da ein Ersatz lange Zeit auf sich warten ließ, war die Wehr über ein Jahr ohne ausreichende Alarmierungseinrichtung. Zum Glück waren in dieser Zeit keine größeren Brände in Auringen zu verzeichnen, so das durch diesen Mißstand keine Menschen in Gefahr gerieten. Mittlerweile hat sich die Alarmierung durch die Montage einer dritten Sirene auf dem Feuerwehrgerätehaus soweit verbessert, dass immer genug Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Das Jahr 1986 brachte für die Feuerwehr einen recht ungewöhnlichen Einsatz. Durch die Befreiungsaktion von so genannten Tierschützern waren aus der Auringer Nerzfarm Fritsche ca. 2200 Tiere entwichen, die zum größten Teil von der Freiwilligen Feuerwehr und freiwilligen Helfern eingefangen werden konnten. In dieser Zeit wurde auch erstmals die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges diskutiert, welches leider bis zum heutigen Tag nicht angeschafft werden konnte. An der Jahreshauptversammlung im Jahre 1986 wurde an die Stadt Wiesbaden einen Antrag zur Erweiterung der Fahrzeughalle gestellt. Nach ausgiebigen Prüfungen seitens der Stadt Wiesbaden wurde das Vorhaben für das Haushaltsjahr 1990/ 1991 übernommen, aber die Freude hierüber währte nur kurz, den aus Finanzknappheit im Stadtsäckel wurde die Realisierung Jahr um Jahr verschoben. Der 30. März 1988 war für ganz Wiesbaden ein besonderer Tag, bedingt durch tagelange Regenfälle war das Wasser im Rhein soweit angestiegen, dass der so genannte Hafendamm in Schierstein zu brechen drohte. Nur durch den Einsatz aller Wiesbadner Feuerwehren konnte nach einer langen Einsatznacht das schlimmste verhindert werden. Auch die Auringer Wehr konnte mit zahlreichen Einsatzkräften aktiv dazu beitragen. Ein Einsatzreiches Jahr in der Geschichte der Feuerwehr nach dem zweiten Weltkrieg war wohl das Jahr 1990, darunter sind der Großbrand einer Lagerhalle eines Gartenfachbetriebes sowie der Brand des Reiterhofes Geisler. Hier konnten die Einsatzkräfte durch den schnellen und gezielten Einsatz mit Hilfe von Nachbarwehren, dass Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindern und zahlreiche Pferde vor dem Flammentod retten. Nach 14 Stunden harter Arbeit war endlich die letzte Flamme gelöscht. Im Frühjahr 1992 ging für die Auringer Feuerwehr eine Ära zu Ende. Der über 20 Jahre hinweg an der Spitze der und des Vereins stehende Walter Leukel trat aus beruflichen Gründen in das zweite Glied zurück, seine Stelle übernahm als Vorsitzender Wolfgang Jäger. Nach langer Wartezeit wurde die Wehr mit der modernen Ausrüstung für die Feuerwehrmänner ausgerüstet. 1994 kam endlich das lang ersehnte Löschgruppenfahrzeug LF 8/6. Nun ist die Feuerwehr im Besitz ihres ersten Wasserführenden Löschfahrzeuges. Im Jahre 1995 feierte man das 60 jährige Jubiläum der Wehr.




Die Feuerwehr von 1995 bis heute

Die Jugendfeuerwehr feiert im Jahre 1998 ihr 25 jähriges Jubiläum. Da man Nachwuchssorgen hat, beschließt man die Gründung einer Kindergruppe.

Am 18. April 1999 wurde die Bambini Feuerwehr ins Leben gerufen, diese Gruppe besteht aus Kindern im Alter von 6 – 10 Jahren. Die Bambinigruppe wird von Dagmar Müller-Ruf geleitet. Die Auringer Wehr ist damit die zweite Feuerwehr in Wiesbaden die diesen Weg geht um genügend Nachwuchs im Feuerwehrwesen zu haben. An Einsätzen ist zu erwähnen, der Hochwassereinsatz am Staatstheater und Kurhaus wo die Auringer Wehr auch mehrere Stunden im Einsatz war. Im Folgejahr 2000 wurde die Feuerwehr zu mehreren Unwettereinsätzen im gesamten Stadtgebiet eingesetzt.

Am 13. Oktober war eine schwarze Nacht für die Landeshauptstadt Wiesbaden, ein Großbrand bei der Firma Vianova-Resins im Industriepark Kalle-Albert. Alle Feuerwehren der Landeshauptstadt Wiesbaden, die Werkfeuerwehren sowie Feuerwehren aus den Nachbarkreisen waren im Einsatz, der Schaden rund 100 Millionen DM.

Historisches Ereignis in der Geschichte der Feuerwehr Auringen. Zum ersten Mal übernimmt eine Frau den Vereinsvorsitz einer Freiwilligen Feuerwehr in Wiesbaden. Dagmar Müller-Ruf wird an der Jahreshauptversammlung 2001 zur 1. Vorsitzenden des Feuerwehrvereins gewählt. Weiterhin bekommt die Feuerwehr Auringen ein neues Mannschaftstransportfahrzeug durch den Amtsleiter der Feuerwehr Wiesbaden überreicht.

Im Jahre 2003 wird die Feuerwehr mehrfach zu Hochwassereinsätzen an die Auringen Mühle gerufen.

Dagmar Müller-Ruf wird der Hessische Ehrenamtspreis durch den Ministerpräsidenten verliehen.

2007 wird ein neues Fahrzeugkonzept für die Freiwilligen Feuerwehren aus Wiesbaden beschlossen. Um die Kosten zu reduzieren und trotzdem die Schlagkraft der Feuerwehren beizubehalten. Im Zuge der Umstrukturierung wird der Rüstwagen 1 (ehemals KS-Fahrzeug) abgezogen. Nun steht der Wehr nur noch ein LF 8/6 und ein MTF zu Verfügung, diese Ausrüstung sollte bis zur Ersatzbeschaffung (rund 10 Jahre) eines neues Löschfahrzeuges bestand haben. Ein weiterer Schritt der ohne Absprache mit der Wehrführung vorgenommen wurde, war der Abzug des LF 8/6 im Jahre 2008. Dafür bekam die Feuerwehr Auringen ein neues TSF-W. Hier wurde zwar ein neues Fahrzeug der Wehr Auringen übergeben, aber jetzt können in dem beengten Fahrzeug nur noch 6 Einsatzkräfte zum Einsatz fahren. Mit dieser Situation ist die Wehr bis heute nicht sonderlich zufrieden, deshalb wird das Fahrzeug auch von den Wehrleuten scherzeshalber „Bobbycar“ genannt. Bei einem Wohnungsbrand in Auringen konnte durch das schnelle Handeln der Auringer Feuerwehr eine Frau vor dem sicheren Flammentod gerettet werden. Wehrführer Ertl tritt 2009 nach fast 30 Jahren an der Spitze der Einsatzabteilung zurück, als Gründe vermutet man Differenzen mit der Amtsleitung im Bezug der neuen Fahrzeugausstattung. Als neuer Wehrführer wird sein langjähriger Vertreter Michael Ruf gewählt sowie Achim Stromsky als stellvertretender Wehrführer. Erneuter Wohnungsbrand in Auringen, wieder wird ein Mann rechtzeitig von den Wehrleuten gerettet. Im kommenden Jahr 2010 feiert die Freiwillige Feuerwehr Auringen ihr 75 jähriges Jubiläum.


Erstellt von: Michael Ruf

Literaturhinweise:
Festschrift 50 Jahre Feuerwehr Auringen
Berichterstattung EA vom 20. Oktober 1995
Auszug Chronik von Wolfgang Jäger